Due Diligence Checkliste
Eine Due-Diligence-Checkliste hilft dabei, Prüfbereiche, benötigte Unterlagen und offene Informationen vor einem Unternehmenskauf systematisch zu strukturieren. Die konkrete Prüfungstiefe hängt dabei immer vom Zielunternehmen und der jeweiligen Transaktion ab.
- Gesellschaft & Eigentum
- Finanzen
- Recht & Verträge
- Steuern
- Personal & Management
- Markt & Geschäft
- IT & Technik
- weitere transaktionsspezifische Themen
Checkliste als Struktur für die Due Diligence
Eine Due-Diligence-Checkliste soll nicht möglichst viele Punkte sammeln. Sie soll dabei helfen, die für eine konkrete Transaktion relevanten Themen systematisch zu erfassen.
Welche Unterlagen und Prüfbereiche tatsächlich benötigt werden, hängt unter anderem von Unternehmensgröße, Branche, Transaktionsform und bereits bekannten Sachverhalten ab.
Die folgende Übersicht dient deshalb als Orientierung und nicht als abschließender oder verbindlicher Prüfungsstandard.
Due-Diligence-Checkliste nach Themen
Typische Prüfpunkte
- Unternehmensidentität und Rechtsform
- Gesellschafterstruktur
- Eigentumsverhältnisse
- direkte und indirekte Beteiligungen
- Holding- und Gruppenstrukturen
- Geschäftsführung und Vertretungsbefugnisse
- gesellschaftsrechtliche Veränderungen
Typische Unterlagen
- Handelsregisterunterlagen
- Gesellschaftsvertrag oder Satzung
- Gesellschafterlisten
- Organigramme
- Gesellschaftervereinbarungen
- Beschlüsse und Protokolle
Verfügbare Unternehmensdaten, Gesellschafter, Beteiligungen, Unternehmensnetzwerke, Geschäftsführung, Prokura und Personenhistorie können bereits vor der vertieften Prüfung strukturiert eingeordnet werden.
Typische Prüfpunkte
- Umsatzentwicklung
- Ergebnisentwicklung
- Ertragsqualität
- Cashflow
- Working Capital
- Finanzierungen und Verbindlichkeiten
- Investitionen
- Planungen und Forecasts
Typische Unterlagen
- Jahresabschlüsse
- aktuelle BWA
- Management Accounts
- Planungsrechnungen
- Cashflow- und Liquiditätsplanung
- Kreditunterlagen
- Debitoren- und Kreditorenübersichten
Veröffentlichte Finanzinformationen können, soweit verfügbar, historische Entwicklungen ergänzen. Aktuelle interne Finanzzahlen müssen jedoch separat geprüft werden.
Typische Prüfpunkte
- wesentliche Kundenverträge
- Lieferantenverträge
- Finanzierungsverträge
- Miet- und Leasingverträge
- Lizenzvereinbarungen
- Rechtsstreitigkeiten
- Garantien und Haftungen
- Change-of-Control-Klauseln
Typische Unterlagen
- Vertragsübersichten
- Originalverträge
- Nachträge
- gerichtliche Unterlagen
- Korrespondenz zu Streitfällen
- Genehmigungen und Lizenzen
Vertrauliche Verträge, Haftungsregelungen und rechtliche Risiken sind nicht Bestandteil des Firmendossiers.
Typische Prüfpunkte
- Körperschaftsteuer
- Gewerbesteuer
- Umsatzsteuer
- Lohnsteuer
- steuerliche Verlustvorträge
- Betriebsprüfungen
- steuerliche Sonderthemen
Typische Unterlagen
- Steuererklärungen
- Steuerbescheide
- Betriebsprüfungsberichte
- Korrespondenz mit Finanzbehörden
- steuerliche Gutachten
- Unterlagen zu Verlustvorträgen
Firmendossiers.de führt keine Tax Due Diligence und keine steuerliche Bewertung durch.
Typische Prüfpunkte
- Mitarbeiterstruktur
- Schlüsselpersonen
- Geschäftsführung
- Arbeitsverträge
- Vergütungsmodelle
- Pensionsverpflichtungen
- variable Vergütungen
- arbeitsrechtliche Streitigkeiten
Typische Unterlagen
- Personalübersichten
- Arbeitsverträge
- Geschäftsführervereinbarungen
- Bonusregelungen
- Betriebsvereinbarungen
- Pensionsunterlagen
Geschäftsführung, Prokura und verfügbare Personenhistorie können zusätzlichen Kontext liefern. Interne Personalinformationen werden dadurch nicht ersetzt.
Typische Prüfpunkte
- Geschäftsmodell
- Marktposition
- Wettbewerbsumfeld
- Kundenstruktur
- Kundenkonzentration
- Lieferantenabhängigkeiten
- Produkte und Dienstleistungen
- Wachstumstreiber
Typische Unterlagen
- Kundenlisten
- Umsatzanalysen
- Marktstudien
- Vertriebsdaten
- Produktübersichten
- Lieferantenübersichten
- Managementpräsentationen
Das Firmendossier analysiert keine internen Kunden-, Markt- oder Vertriebsdaten und ersetzt keine Commercial Due Diligence.
Typische Prüfpunkte
- IT-Infrastruktur
- Kernsysteme
- Softwarearchitektur
- Cybersecurity
- Datenschutzprozesse
- technische Schulden
- Entwicklungsprozesse
- Dienstleisterabhängigkeiten
Typische Unterlagen
- IT-Landschaft
- Systemdokumentation
- Sicherheitsberichte
- Lizenzverträge
- Entwicklungsdokumentation
- Serviceverträge
- Datenschutzunterlagen
Interne Systeme, technische Architektur, Cybersecurity und technologische Risiken werden durch das Firmendossier nicht geprüft.
Weitere mögliche Themen
- Compliance
- Datenschutz
- ESG
- Umwelt
- Marken und Schutzrechte
- Patente
- Immobilien
- Versicherungen
- regulatorische Anforderungen
Prüfung abhängig von
- Branche
- Geschäftsmodell
- Unternehmensgröße
- internationaler Struktur
- Transaktionsform
- bereits bekannten Sachverhalten
Je nach Unternehmen können verfügbare Informationen zu Marken, Patenten, Insolvenzverfahren oder Veröffentlichungen das Unternehmensbild ergänzen. Eine fachliche Spezialprüfung ersetzen sie nicht.
Eine Due-Diligence-Checkliste sollte nicht nur abgearbeitet werden
Entscheidend ist, welche Informationen für das konkrete Zielunternehmen und die geplante Transaktion wirklich relevant sind.
Sachverhalte, die unmittelbar Einfluss auf Transaktion, Kaufpreis oder Vertragsgestaltung haben können.
Themen, die zusätzliche Dokumente, Rückfragen oder Fachprüfungen benötigen.
Informationen, die das Unternehmensbild vervollständigen, aber nicht zwingend transaktionsentscheidend sind.
Offene Punkte während der Due Diligence sichtbar halten
Die Checkliste kann gleichzeitig dazu dienen, den Status einzelner Informationsanforderungen nachzuhalten.
Dabei sollte klar unterschieden werden, welche Informationen bereits geprüft wurden, welche noch fehlen und wo zusätzliche Erläuterungen erforderlich sind.
Unterlage oder Information liegt vor und kann geprüft werden.
Benötigte Informationen wurden noch nicht bereitgestellt.
Unterlage liegt vor, ist fachlich aber noch nicht abschließend eingeordnet.
Vorhandene Informationen benötigen eine zusätzliche Erklärung oder Ergänzung.
Welche Teile der Checkliste ein Firmendossier unterstützen kann
Ein Firmendossier ersetzt die Due Diligence nicht. Es kann jedoch bestimmte öffentlich verfügbare Unternehmensinformationen bereits vor oder ergänzend zur Detailprüfung strukturieren.
Der größte Informationsbeitrag liegt bei Unternehmensstruktur, Eigentum, Beteiligungen, Unternehmensnetzwerk und verfügbaren Personeninformationen.
Interne Verträge, aktuelle Finanzinformationen, Steuern, Personal, operative oder technische Informationen müssen dagegen separat geprüft werden.
Firmendossier ansehenCheckliste ist Orientierung – kein vollständiger Prüfungsstandard
Diese Due-Diligence-Checkliste dient der allgemeinen Strukturierung typischer Prüfbereiche und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Sie ersetzt keine rechtliche, steuerliche, finanzielle, technische oder sonstige fachliche Beratung. Firmendossiers.de führt selbst keine vollständige Due Diligence und keine Unternehmensbewertung durch.
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Unternehmensinformationen vor der Detailprüfung strukturieren
Firmendossiers.de bereitet verfügbare Unternehmensinformationen zu deutschen Unternehmen strukturiert und analystengeprüft auf und kann damit insbesondere bei Eigentum, Beteiligungen, Unternehmensnetzwerken und Personen eine zusätzliche Informationsgrundlage für M&A schaffen.
