Lieferanten-Onboarding

Einkauf & Lieferanten

Lieferanten-Onboarding: Neue Lieferanten von Anfang an besser verstehen

Beim Lieferanten-Onboarding werden Stammdaten, Ansprechpartner und Vertragsinformationen erfasst. Gerade bei wichtigen Lieferanten kann es sinnvoll sein, zusätzlich das Unternehmen dahinter zu betrachten: Eigentümer, Beteiligungen, Geschäftsführung, Verflechtungen und wirtschaftliche Entwicklung.

Gutes Lieferanten-Onboarding schafft eine belastbare Ausgangsbasis

Je sauberer die Informationen zu Beginn einer Geschäftsbeziehung sind, desto leichter lassen sich spätere Veränderungen erkennen. Das Onboarding ist deshalb ein sinnvoller Zeitpunkt, um nicht nur operative Stammdaten zu erfassen, sondern auch Unternehmensstrukturen einzuordnen.

Unternehmen eindeutig zuordnen

Sicherstellen, welche rechtliche Gesellschaft tatsächlich Vertragspartner wird.

Strukturen verstehen

Eigentümer, Beteiligungen und verbundene Unternehmen bereits zu Beginn nachvollziehen.

Ausgangslage dokumentieren

Eine belastbare Basis schaffen, mit der spätere Veränderungen verglichen werden können.

Welche Unternehmensinformationen können ins Lieferanten-Onboarding einfließen?

Firmierung und Rechtsform
Welche Gesellschaft wird tatsächlich als Lieferant aufgenommen?
Eigentümer und Gesellschafter
Wer steht direkt und indirekt hinter dem Unternehmen?
Beteiligungen
Welche weiteren Gesellschaften gehören zum Unternehmensumfeld?
Geschäftsführung und Prokura
Wer ist aktuell für das Unternehmen vertretungsberechtigt?
Unternehmensverflechtungen
Welche Beziehungen bestehen zu anderen Unternehmen und Personen?
Personenhistorie
Wie stabil waren Geschäftsführung und Verantwortlichkeiten?
Finanzielle Entwicklung
Wie hat sich das Unternehmen wirtschaftlich entwickelt?
Unternehmenshistorie
Welche relevanten Veränderungen gab es vor Beginn der Geschäftsbeziehung?

Der Lieferant im Stammsatz ist nicht immer das vollständige Bild

Ein neuer Lieferant wird im ERP-System angelegt. Firmierung, Adresse, Bankverbindung und Ansprechpartner sind vollständig erfasst.

Was dabei zunächst nicht sichtbar sein muss: Der Lieferant gehört zu einer größeren Unternehmensgruppe, ist über mehrere Beteiligungsebenen mit anderen Gesellschaften verbunden oder teilt sich Eigentümer mit einem bereits bestehenden Lieferanten.

Das Lieferanten-Onboarding kann deshalb der richtige Zeitpunkt sein, um neben den Stammdaten auch das Unternehmensnetzwerk hinter dem neuen Partner zu verstehen.

Lieferanten-Onboarding in vier Schritten

01

Identifizieren

Die richtige Gesellschaft eindeutig bestimmen.

02

Prüfen

Eigentümer, Geschäftsführung und zentrale Unternehmensdaten betrachten.

03

Verstehen

Beteiligungen und Unternehmensverflechtungen einordnen.

04

Dokumentieren

Eine Ausgangsbasis für spätere Überprüfungen schaffen.

Nicht jeder neue Lieferant braucht dieselbe Prüftiefe

Wie umfangreich ein Lieferant bereits beim Onboarding betrachtet werden sollte, kann von seiner Bedeutung für das eigene Unternehmen abhängen.

Standardlieferant

Gut ersetzbar, geringes Volumen und geringe operative Bedeutung.

Wichtiger Lieferant

Höheres Einkaufsvolumen oder relevante Bedeutung für Prozesse und Projekte.

Kritischer Lieferant

Ein Ausfall könnte Produktion, Kunden oder zentrale Leistungen erheblich beeinträchtigen.

Warum eine gute Ausgangsbasis später wertvoll wird

Unternehmen verändern sich. Gesellschafter wechseln, Beteiligungen entstehen, Geschäftsführer werden ausgetauscht und wirtschaftliche Kennzahlen entwickeln sich weiter.

Eigentümerwechsel erkennen

Spätere Veränderungen mit der ursprünglichen Struktur vergleichen.

Personelle Veränderungen sehen

Wechsel bei Geschäftsführung und Prokura nachvollziehen.

Strukturveränderungen einordnen

Neue Beteiligungen, Holdings oder Unternehmensverbindungen erkennen.

Lieferanten-Onboarding mit firmendossiers.de ergänzen

Firmendossiers können die klassische Erfassung von Lieferantenstammdaten um den Blick auf Unternehmensstruktur, Personen und wirtschaftliche Entwicklung ergänzen.

Eigentümerstruktur

Direkte und indirekte Eigentümer nachvollziehen.

Beteiligungen

Verbundene Unternehmen über mehrere Ebenen betrachten.

Netzwerkdiagramm

Unternehmen und Personen grafisch miteinander verbinden.

Geschäftsführung & Prokura

Aktuell handelnde Personen strukturiert einordnen.

Personenhistorie

Frühere Veränderungen bei Verantwortlichen nachvollziehen.

Finanzkennzahlen

Die wirtschaftliche Entwicklung des neuen Lieferanten betrachten.

Vom Onboarding zum Lieferantenmonitoring

Das Onboarding beantwortet vor allem die Frage: Mit wem beginnen wir diese Geschäftsbeziehung?

Das spätere Lieferantenmonitoring ergänzt die Frage: Was hat sich seitdem verändert?

Eine sauber dokumentierte Ausgangslage erleichtert deshalb, relevante Veränderungen bei wichtigen Lieferanten später schneller zu erkennen.

Häufige Fragen zum Lieferanten-Onboarding

Was ist Lieferanten-Onboarding? Lieferanten-Onboarding bezeichnet die strukturierte Aufnahme eines neuen Lieferanten in die eigenen Einkaufs- und Unternehmensprozesse.
Welche Daten werden beim Lieferanten-Onboarding benötigt? Neben klassischen Stammdaten können bei wichtigen Lieferanten auch Informationen zu Eigentümern, Beteiligungen, Geschäftsführung und wirtschaftlicher Entwicklung relevant sein.
Warum sollte die Eigentümerstruktur bereits beim Onboarding geprüft werden? Sie kann zeigen, ob der neue Lieferant Teil einer Unternehmensgruppe ist oder Verbindungen zu bereits bestehenden Geschäftspartnern bestehen.
Was passiert nach dem Lieferanten-Onboarding? Bei wichtigen Lieferanten kann die einmal erfasste Ausgangslage später durch regelmäßige Aktualisierung oder Lieferantenmonitoring ergänzt werden.

Sie möchten einen neuen Lieferanten von Anfang an genauer einordnen?

Wenn Sie bei einem Unternehmen einmal genauer hinschauen wollen: Genau dafür gibt es firmendossiers.de.

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