Target Screening

M&A · Frühe Auswahlphase

Target Screening

Am Anfang eines M&A-Prozesses steht häufig nicht ein einziges Unternehmen, sondern eine größere Zahl potenzieller Übernahmekandidaten. Target Screening hilft dabei, diese Kandidaten anhand definierter Kriterien einzugrenzen und aus einer breiten Auswahl eine belastbarere Shortlist zu entwickeln.

Vom Markt zur engeren Auswahl
Markt & Suchfeld mögliche Unternehmen identifizieren
Longlist Kandidaten zusammentragen
Screening nach definierten Kriterien eingrenzen
Shortlist ausgewählte Targets vertiefen
M&A-Prozess

Target Screening steht am Anfang der Transaktion

In einer frühen M&A-Phase ist häufig noch offen, welches Unternehmen tatsächlich weiterverfolgt werden soll. Der Informationsbedarf unterscheidet sich deshalb deutlich von einer späteren Due Diligence.

Statt ein einzelnes Target bereits tief zu prüfen, geht es zunächst darum, mehrere Unternehmen nach vergleichbaren Kriterien einzuordnen und die Zahl der Kandidaten sinnvoll zu reduzieren.

Erst bei den verbleibenden Targets lohnt sich eine zunehmend detaillierte Unternehmensrecherche und Transaktionsvorbereitung.

Frühphase Mehrere mögliche Zielunternehmen stehen im Raum.
Screening Kandidaten werden anhand definierter Auswahlkriterien verglichen und eingegrenzt.
Shortlist Eine kleinere Zahl potenziell relevanter Targets bleibt für die weitere Analyse übrig.
Vertiefung Erst danach folgen detailliertere Recherche, Kontaktaufnahme und gegebenenfalls Due Diligence.
Auswahlprozess

Target Screening in vier Schritten

Ein sinnvolles Screening beginnt nicht mit möglichst vielen Daten, sondern mit einer klaren Vorstellung davon, welche Unternehmen überhaupt zur M&A-Strategie passen sollen.

01
Suchfeld definieren

Branche, Unternehmensgröße, Region, Geschäftsmodell oder andere strategische Kriterien grenzen den relevanten Unternehmenskreis ein.

02
Longlist aufbauen

Unternehmen, die grundsätzlich in das definierte Suchfeld passen, werden zunächst als mögliche Targets erfasst.

03
Kandidaten einordnen

Verfügbare Unternehmensinformationen werden genutzt, um offensichtlich unpassende Kandidaten auszusortieren und interessante Targets weiterzuverfolgen.

04
Shortlist bilden

Für die verbleibenden Unternehmen beginnt anschließend eine detailliertere Recherche und Vorbereitung weiterer M&A-Schritte.

Screening-Kriterien

Vergleichbarkeit entsteht durch einheitliche Kriterien

Welche Kriterien relevant sind, hängt von der jeweiligen M&A-Strategie ab. Für die Vorauswahl sollten sie jedoch möglichst einheitlich auf alle Kandidaten angewendet werden.

Geschäftsmodell

Passt das grundsätzliche Tätigkeitsfeld zum definierten Suchprofil?

Unternehmensgröße

Liegt das Unternehmen innerhalb des für die Transaktion vorgesehenen Größenrahmens?

Standort & Markt

Entspricht die geografische oder marktbezogene Positionierung der Suchstrategie?

Eigentumsstruktur

Welche verfügbaren Informationen zur Gesellschafterstruktur sind bereits erkennbar?

Unternehmensgruppe

Ist das potenzielle Target eigenständig oder Teil einer umfangreicheren Gruppenstruktur?

Beteiligungen

Welche weiteren Gesellschaften können mit dem Kandidaten verbunden sein?

Management

Welche aktuellen Personen prägen die Unternehmensführung?

Veröffentlichte Finanzinformationen

Welche öffentlich verfügbaren Zahlen liefern ersten wirtschaftlichen Kontext?

Kandidatenvergleich

Nicht jedes Target muss sofort vollständig analysiert werden

In der Screening-Phase geht es vor allem darum, Unterschiede zwischen mehreren Kandidaten sichtbar zu machen. Die Detailtiefe kann mit jedem weiteren Auswahlsschritt steigen.

Breite Longlist
Grundlegende Kriterien reichen zunächst aus, um Unternehmen außerhalb des Suchprofils auszusortieren.
Engere Auswahl
Bei interessanteren Kandidaten werden zusätzliche Informationen zu Unternehmensstruktur, Eigentum und Verbindungen relevant.
Shortlist
Für wenige verbleibende Targets lohnt sich eine deutlich detailliertere Unternehmensrecherche.
Konkretes Target
Erst wenn ein Unternehmen ernsthaft weiterverfolgt wird, verschiebt sich der Fokus auf Transaktionsvorbereitung und spätere Due Diligence.
Shortlist

Die Shortlist ist nicht das Ende des Screenings

Eine Shortlist bedeutet zunächst nur, dass bestimmte Kandidaten die erste Auswahlphase überstanden haben. Sie sagt noch nichts darüber aus, ob ein Unternehmenskauf tatsächlich sinnvoll oder umsetzbar ist.

Bei diesen Targets steigt nun typischerweise die Detailtiefe: Unternehmensstrukturen werden genauer betrachtet, weitere Informationen recherchiert und die Vorbereitung einer möglichen Ansprache beginnt.

Kandidaten vertiefen

Für wenige Unternehmen wird eine umfassendere Informationsbasis aufgebaut.

Strukturen nachvollziehen

Eigentümer, Beteiligungen und Unternehmensverbindungen gewinnen zunehmend an Bedeutung.

Informationslücken erkennen

Es wird sichtbar, welche Themen sich öffentlich klären lassen und welche Informationen später vom Unternehmen benötigt werden.

Nächste Schritte vorbereiten

Je nach M&A-Prozess folgen Ansprache, weiterführende Recherche oder die Vorbereitung einer konkreteren Transaktion.

Target Screening und Due Diligence erfüllen unterschiedliche Aufgaben

Beide gehören zum M&A-Prozess, liegen aber an unterschiedlichen Stellen und verfolgen einen anderen Zweck.

Target Screening

Frühe Auswahl und Einordnung mehrerer potenzieller Zielunternehmen.

  • mehrere Kandidaten
  • vergleichbare Kriterien
  • erste Unternehmensinformationen
  • Longlist verkleinern
  • Shortlist entwickeln
Due Diligence

Vertiefte Prüfung eines konkreten Zielunternehmens im Rahmen einer möglichen Transaktion.

  • konkretes Target
  • interne und vertrauliche Unterlagen
  • fachliche Spezialprüfungen
  • Datenraum
  • Transaktionsentscheidung und Vertragsgestaltung
Firmendossiers.de

Firmendossier für ausgewählte Screening-Kandidaten

Je kleiner die Zahl der potenziellen Targets wird, desto stärker steigt der Bedarf an zusätzlichem Unternehmenskontext.

Firmendossiers.de bereitet verfügbare Informationen zu deutschen Unternehmen strukturiert und analystengeprüft auf. Für ausgewählte Kandidaten kann dadurch ein detaillierteres Unternehmensbild entstehen, ohne bereits eine vollständige Due Diligence vorwegzunehmen.

Das Dossier eignet sich damit insbesondere für Kandidaten, die nach der ersten Vorauswahl genauer betrachtet werden sollen.

Firmendossier ansehen
Vom Screening zur Vertiefung
Longlist Zunächst reichen häufig grundlegende Auswahlkriterien.
Engere Auswahl Zusätzliche Informationen zu Eigentum und Struktur gewinnen an Bedeutung.
Shortlist Ausgewählte Targets können mit einem Firmendossier detaillierter eingeordnet werden.
Konkrete Transaktion Danach folgen weitere M&A-Schritte und gegebenenfalls eine Due Diligence.

Keine automatische Rangliste und keine Kaufempfehlung

Firmendossiers.de bewertet potenzielle Targets nicht mit einem eigenen M&A-Score und erstellt keine automatische Kauf- oder Priorisierungsempfehlung.

Welche Kriterien für ein Target Screening relevant sind und wie einzelne Unternehmen gewichtet werden, hängt von der jeweiligen M&A-Strategie des Käufers ab.

Das Firmendossier kann verfügbare Unternehmensinformationen für ausgewählte Kandidaten strukturiert aufbereiten. Die strategische Bewertung, Auswahl und Entscheidung über die weitere Verfolgung eines Targets verbleibt beim Käufer und den eingebundenen Beratern.

Ausgewählte Targets genauer einordnen

Wenn aus einer größeren Auswahl wenige relevante Unternehmen werden, kann ein Firmendossier zusätzliche Informationen zu Struktur, Eigentum, Beteiligungen, Personen und veröffentlichten Finanzinformationen zusammenführen.

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